Mecklenburg-Vorpommern wirbt in Russland für heimische Häfen
Schwerin (ddp-nrd). Mecklenburg-Vorpommern will den Seeverkehr zwischen den Ostseehäfen des Landes und Russland intensivieren. Bei einem Besuch auf der größten russischen Logistikmesse «Transrussia» wirbt Verkehrsminister Volker Schlotmann (SPD) deshalb am Dienstag für Transporte über die heimischen Häfen, wie das Verkehrsministerium am Montag in Schwerin mitteilte. Mittelfristiges Ziel sei eine direkte Fährverbindung von Sassnitz zum neuen russischen Hafen Ust-Luga bei St. Peterburg.
Der Fährhafen Sassnitz-Mukran verfügt laut Ministerium als einziger kontinentaleuropäischer Hafen über die Infrastruktur zur Anbindung an das russische Breitspureisenbahnnetz. Außerdem sei der Fährhafen ein wichtiger Logistikstandort für den Bau der Ostseepipeline.
Der Seegüterumschlag zwischen Mecklenburg-Vorpommern und Russland war nach Ministeriumsangaben zwischen 1998 und 2008 von 500 000 auf 2,4 Millionen Tonnen pro Jahr gestiegen, bevor er im vergangenen Jahr krisenbedingt auf 1,6 Millionen Tonnen sank. Für die Zukunft ist der Minister jedoch optimistisch. «Die Voraussetzungen sind gut», sagte Schlotmann. Russland sei bereits ein wichtiger Markt für Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaft. Zudem sei von einem steigenden Transportbedarf auszugehen. Russland exportiere auf dem Seeweg hauptsächlich Rohstoffe.
Schlotmann wird auf der Reise nach Russland von Vertretern der Häfen Rostock, Sassnitz, Wismar und Vierow begleitet. Auf dem Programm stehen unter anderem Treffen mit dem stellvertretenden russischen Transportminister und dem Vizepräsidenten der russischen Eisenbahn.
Auf der «Transrussia» präsentieren sich vom 27. bis 30. April auf dem Landesstand von Mecklenburg-Vorpommern unter anderem die Hafen-Entwicklungsgesellschaft Rostock, die Fährreederei Scandlines und das Rostocker Unternehmen Baltic Lloyd.
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