Bundeswehr verlässt angeblich «Bombodrom»

Berlin/Wittstock (ddp-nrd). Die Bundeswehr wird einem Medienbericht zufolge den Standort Wittstock aufgeben. Damit verzichte das Verteidigungsministerium endgültig auf die militärische Nutzung der Kyritz-Ruppiner Heide, berichtete die «Märkische Allgemeine Zeitung» (Dienstagausgabe). Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) wolle am Mittwoch (21. April) den Verteidigungsausschuss des Bundestages über die Auflösung des Bundeswehrstandorts und des sogenannten Bombodroms unterrichten.

Die Bundeswehrverwaltung hatte dem Bericht zufolge Ende März das Bundesfinanzministerium schriftlich über einen Trägerwechsel für die Liegenschaften in Wittstock an die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben informiert. Das Verteidigungsministerium bestätigte der Zeitung zufolge bislang nur, dass Guttenberg an der Sitzung des Verteidigungsausschusses teilnehmen wird. Dort werde er über die strategische Ausrichtung der Bundeswehr sprechen. Dazu gehöre auch die Information zur beabsichtigten Schließung nicht mehr benötigter Standorte.

Das Potsdamer Verwaltungsgericht hatte Ende Juli 2007 die Nutzung der Kyritz-Ruppiner Heide als Bombenabwurfplatz untersagt. Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg bestätigte am 27. März 2009 das Urteil. Der damalige Verteidigungsminister Franz-Josef Jung (CDU) gab am 9. Juli 2009 den Verzicht auf den Bombenabwurfplatz bekannt.

Einen anderweitigen militärischen Übungsbedarf sieht das Verteidigungsministerium für den Truppenübungsplatz in der Kyritz-Ruppiner Heide der Zeitung zufolge nicht. Überlegungen über eine Verwendung als Artillerieübungsplatz oder für andere Landstreitkräfte hätten vor der jetzt getroffenen Entscheidung keine Rolle gespielt.

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Dienstag, 22. Mai 2012

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