Häfen schlagen 2009 deutlich weniger um
Wiesbaden (ddp-nrd). Die Seeschifffahrt hat 2009 weitaus stärker unter den Folgen der Wirtschaftskrise gelitten als der Güterumschlag anderer Verkehrsbereiche. Wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte, schlugen deutsche Häfen 16,8 Prozent weniger um als im Vorjahr. Die Gütermenge im Schienenverkehr sank hingegen um 15,9 Prozent, die Luftfracht verzeichnete ein Minus von 6,1 Prozent.
Insgesamt bewegte sich die Seeschifffahrt mit einem Umschlag von 265,4 Millionen Tonnen auf dem Niveau der Jahre 2003 und 2004. Der Empfang aus dem Ausland sank den Statistikern zufolge dabei mit minus 17,5 Prozent am stärksten. Lieferungen ins Ausland nahmen um 17 Prozent ab, der Umschlag im innerdeutschen Seeverkehr fiel um rund 16 Prozent.
Der größte Einbruch mit 36 Prozent wurde bei Eisen und Nichteisen-Metallen registriert. Der Umschlag landwirtschaftlicher Erzeugnisse sank hingegen um nur 3,5 Prozent.
Zu Jahresende zeigte sich den Angaben zufolge jedoch ein leichter Aufschwung. Der Empfang aus dem Ausland verzeichnete im Dezember ein Minus von noch 14 Prozent, der Versand stieg im Vergleich zum Vorjahresmonat um 0,2 Prozent.
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