Todesmarsch-Gedenkstätte Belower Wald wird wiedereröffnet

Wittstock (ddp-nrd). Nach umfassender Neugestaltung wird am Freitag (16. April, 14.00 Uhr) die Gedenkstätte Todesmarsch im Belower Wald bei Wittstock wiedereröffnet. Die Einrichtung sei zu einer pädagogischen Projektwerkstatt umgebaut worden, sagte Leiterin Carmen Lange am Mittwoch. Zudem sei im angrenzenden Wald die Open-Air-Ausstellung «April 1945: Der Todesmarsch der Häftlinge des KZ Sachsenhausen» entstanden.

Die Open-Air-Ausstellung informiert über die Geschichte des Todesmarsches und zeigt originale Fundstücke aus dem Belower Wald. Der Todesmarsch begann mit der Räumung des KZ Sachsenhausen im April 1945. Etwa 33 000 von rund 35 000 Häftlingen wurden auf verschiedenen Strecken in den Raum Wittstock getrieben. Im Belower Wald wurden ab 23. April 1945 in einem großen Lager mehr als 16 000 Häftlinge zusammengezogen. Sie suchten in Erdlöchern Schutz und aßen Wurzeln und Rinde, viele starben.

Ein Schwerpunkt der künftigen Arbeit der Gedenkstätte Belower Wald werde die Zusammenarbeit mit Schulen und Bildungsträgern sein, sagte Lange. Die Gedenkstätte wolle als außerschulischer Lernort präventiv gegen demokratiefeindliche Einstellungen wirken. Die Kosten für die Neugestaltung der Gedenkstätte beliefen sich auf 750 000 Euro, die je zur Hälfte von Bund und Land getragen wurden. Auch Mecklenburg-Vorpommern unterstützte das Projekt, denn die Open-Air-Ausstellung befindet sich auf dem Gebiet des Nachbarlandes. Beide Länder wollen eng zusammenarbeiten.

Ebenfalls Lesenswert:

Kommentar schreiben

Mittwoch, 08. Feber 2012

Reservierungsanfrage Ostsee Ferienwohnung