Strenge Sicherheitsvorkehrungen bei Bankraub-Prozess in Stralsund
Stralsund (ddp-nrd). Unter strengen Sicherheitsvorkehrungen hat am Mittwoch vor dem Landgericht Stralsund der Prozesse gegen zwei mutmaßliche Bankräuber begonnen. Die aus Heringsdorf und Stralsund stammenden Tatverdächtigen, denen Banküberfälle in Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein zur Last gelegt werden, wurden wegen Flucht- und Befreiungsgefahr in Fußfesseln vorgeführt.
Nach Anklage der Staatsanwaltschaft Stralsund sollen die 55 und 31 Jahre alten Männer zwischen Februar 2008 und Juli 2009 Bankfilialen in Schmiedefeld bei Suhl, Todenbüttel (Schleswig-Holstein) sowie Göhren auf Rügen überfallen und dabei mindestens 390 000 Euro erbeutet haben. An den Überfällen sollen auch weitere, teilweise noch unbekannte Personen beteiligt gewesen sein. Das Geld blieb bislang größtenteils verschwunden.
Während der ältere, mutmaßliche Haupttäter sich bislang nicht zu den Tatvorwürfen äußerte, verständigte sich die Verteidigung des jüngeren Helfers mit Gericht und Staatsanwaltschaft für den Fall eines umfassenden Geständnisses auf eine Haftstrafe von maximal sechs Jahren. Der bereits wegen mehrerer Einbrüche vorbestrafte gelernte Facharbeiter gab an, zusammen mit dem Mitangeklagten und weiteren Personen Bankfilialen in mehreren Bundesländern erkundet und Fluchtmöglichkeiten ausspioniert zu haben. Zudem sei er an einem der Banküberfälle selbst beteiligt gewesen.
Für den Prozess wurden zunächst sieben weitere Verhandlungstage angesetzt. Insgesamt sollen 62 Zeugen und zwei Sachverständige angehört werden.
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