Greenpeace-Aktivisten protestieren in Bütow erneut gegen Genkartoffel
Bütow (ddp-nrd). Greenpeace-Aktivisten haben am Mittwochmorgen in Bütow (Müritzkreis) erneut gegen den Anbau gentechnisch veränderter Kartoffeln protestiert. Nach Angaben der Umweltschutzorganisation pflanzten die rund 20 Teilnehmer auf einem für den Anbau der Gen-Kartoffel Amflora vorgesehen Acker demonstrativ herkömmlich gezüchtete Speisekartoffelsorten an. Die Polizei griff wenig später ein und führte die Aktivisten zur Feststellung der Personalien ab.
Greenpeace bekräftigte erneut die Forderung an Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU), Anbau und Verbreitung von Amflora zu verbieten. Bereits am Montag hatten Mitglieder der Organisation in Bütow protestiert und ein Lagerhaus für die Gen-Kartoffel Amflora besetzt.
Nach Ansicht von Greenpeace verstoßen Anbau und Verbreitung von Amflora gegen die EU-Freisetzungsrichtlinie. Seit 2004 dürften keine Gen-Pflanzen mit gesundheitsgefährdenden Antibiotika-Resistenzgenen in Umlauf gebracht werden. Auch die mangelhafte Prüfung von ökologischen Risiken widerspreche der Richtlinie. Amflora produziert besonders viel Stärke, die als Rohstoff für Papier und Baumaterial eingesetzt wird. In Deutschland soll sie vorerst nur zu Versuchszwecken auf 20 Hektar in Mecklenburg-Vorpommern angebaut werden.
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