Orchestervereinigung kritisiert Privatisierung

Berlin/Rostock (ddp-nrd). Die Deutsche Orchestervereinigung (DOV) kritisiert die zunehmende Privatisierung von öffentlich finanzierten Orchestern und Opernhäusern. Anlass ist die Umwandlung von Volkstheater und Norddeutscher Philharmonie in Rostock von einem städtischen Regiebetrieb in eine GmbH zum 1. April.

DOV-Geschäftsführer Gerald Mertens sagte, seit 1990 seien bundesweit 43 Konzertorchester beziehungsweise Opernhäuser mit eigenem Orchester von der öffentlichen Hand in eine GmbH überführt und privatisiert worden. Dies seien fast ein Drittel der insgesamt 133 deutschen Kulturorchester.

«Die Privatisierung allein löst jedoch keine Finanzprobleme», sagte Mertens. Entscheidend sei der politische Wille zur langfristigen Finanzierung. «Wir fordern daher generell bis zu fünfjährige verbindliche Zuwendungsverträge durch die öffentliche Hand», sagte Mertens.

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Dienstag, 22. Mai 2012

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