Experten erstellen Waldentwicklungsplan zur Rettung des Schreiadlers
Grimmen (ddp-nrd). Mit einem vom Bund geförderten Entwicklungsplan für Nordvorpommerns Wälder wollen Naturschützer, Forst- und Agrarexperten sowie Wasserwirtschaftler und Ornithologen wichtige Voraussetzungen zur Rettung des vom Aussterben bedrohten Schreiadlers schaffen. Dazu würden noch vor der Mitte April erwarteten Rückkehr der Adler aus den afrikanischen Überwinterungsgebieten alle bekannten Adlerhorste kartiert und angrenzende Lebensräume untersucht, teilte der Landkreis Ostvorpommern am Dienstag in Grimmen mit.
Unter anderem werden für die Vögel überlebenswichtige Wald- und Wiesengebiete sowie Wasserläufe und Moorgebiete untersucht und Maßnahmen zu deren Schutz vorgeschlagen. Nach öffentlichen Anhörungen soll Ende 2011 im Rahmen des bundesweiten Projekts chance.natur ein verbindlicher Pflege- und Entwicklungsplan erstellt werden.
Die auch Pommernadler genannten Schreiadler gehören in Deutschland zu den am stärksten gefährdeten Vogelarten. Nach Schätzung der Deutschen Wildtier Stiftung gibt es nur noch etwa 100 Brutpaare, die in den Sommermonaten in Mecklenburg-Vorpommern und im Nordosten Brandenburgs ihre Jungen aufziehen.
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