Solarhersteller Solon erhält Bürgschaft über 146 Millionen Euro
Greifswald/Berlin (ddp-nrd). Der Solarmodulhersteller Solon erhält zur Absicherung seines Restrukturierungsprogramms eine staatliche Bürgerschaft über 146 Millionen Euro. Die Ausfallbürgschaft sei vom Bund sowie von den Ländern Berlin und Mecklenburg-Vorpommern bewilligt worden, sagte Konzernsprecherin Therese Raatz am Mittwoch in Berlin.
Nach Angaben des Finanzministeriums Mecklenburg-Vorpommern übernehmen die drei Partner die Bürgschaft über 80 Prozent eines Kredites. Davon entfallen 48 Prozent auf den Bund, 25,6 Prozent auf Berlin und 6,4 Prozent auf Mecklenburg-Vorpommern.
Solon unterhält gegenwärtig fünf Produktionsstandorte in Österreich, Italien und den USA sowie in Berlin und Greifswald. Insgesamt werden knapp 900 Mitarbeiter beschäftigt. Nach vorläufigen Berechnungen sank der Konzernumsatz im vergangenen Jahr gegenüber 2008 um 57 Prozent auf 354 Millionen Euro.
Während vor allem auf dem deutschen Markt die Nachfrage von Endkunden nach Modulen zum Jahresende wieder anstieg, sei das Geschäft mit solarer Systemtechnik für schlüsselfertige Großkraftwerke weltweit eingebrochen, sagte Raatz. «Angesichts der ab Juli 2010 gekürzten Solarförderung registrieren wir in Deutschland wieder eine starke Nachfrage nach Modulen, so dass die Werke in Berlin und Greifswald derzeit ausgelastet sind.»
Solon rechnet für 2010 wieder mit einem starken Anziehen der weltweiten Nachfrage. Derzeit verhandelt das Unternehmen mit mehreren Banken über Kredite zur Neustrukturierung der Konzernfinanzierung.
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