Werfarbeiter demonstrieren für Erhalt der Nordic-Werften
Schwerin (ddp-nrd). Mehrere Hundert Werftarbeiter aus Wismar und Warnemünde haben am Mittwoch vor dem Schweriner Landtag für den Erhalt der Nordic-Yards-Schiffbaubetriebe und gegen das Ende der Transfergesellschaften für die früheren Wadan-Werften protestiert. Sie folgten einem Aufruf der IG Metall Küste. Die nach Polizeiangaben rund 800 Protestteilnehmer verlangten von der Landesregierung und vom russischen Eigner Vitaly Yusufov klare Bekenntnisse zu den in den Strudel der Wirtschaftskrise geratenen Werften.
Um den Weggang von hochqualifizierten Beschäftigten in andere Branchen und Bundesländer zu verhindern, fordert die Gewerkschaft vom Investor, die im Kaufvertrag zugesicherte Beschäftigung von mindestens 1200 Mitarbeitern einzuhalten. Das Know-how der beiden Nordic-Werften seien ihre Schiffbauer, sagte IG-Metall-Bezirksleiterin Jutta Blankau. Wenn es für die Beschäftigten keine Perspektive auf den Werften gebe, müssten Alternativen her. Der Eigner muss auch über Teilveräußerungen von nicht betriebsnotwendigen Flächen zum Beispiel für die Offshore-Industrie nachdenken. Von den Banken fordert Blankau eine bessere Unterstützung. Der Anfang März eingegangene erste Schiffbauauftrag seit der Übernahme durch Yusufov im Spätsommer 2009 für Nordic Yards dürfe nicht an der Finanzierung scheitern.
Für den 25. März plant die IG Metall nach eigenen Angaben Belegschaftsversammlungen auf den beiden Werften. Einen Tag davor will sich die Landesregierung erneut mit dem Werfteigentümer zu einem Gespräch treffen und zu einer Entscheidung über den eventuellen Fortbestand der Transfergesellschaften für die früheren Wadan-Werften in Wismar und Warnemünde kommen. Die Auffanggesellschaften laufen Ende des Monats aus.
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