Backhaus fordert weiterhin effektive Bejagung von Schwarzwild
Klink (ddp-nrd). Landwirtschafts- und Umweltminister Till Backhaus (SPD) fordert die rund 10 000 Jäger im Land zu einer weiterhin effektiven Bejagung der Schwarzwildbestände auf. Die Schweinepest sei nach wie vor ein ernstzunehmendes Thema, sagte Backhaus am Samstag auf der Delegiertenkonferenz des Landesjagdverbands in Klinik an der Müritz. Im vergangenen Jahr waren fast 75 900 Wildschweine erlegt worden. Zugleich dankte der Minister den Hegegemeinschaften für ihr Engagement bei der Notfütterug von Schalenwild während des harten Winters.
Nach Angaben von Verbandspräsident Volker Böhning wurden im vergangenen Jahr rund 30 Prozent mehr Schwarzkittel erlegt als ein Jahr zuvor. Die Bejagung werde in den immer größeren Schlägen aber merklich schwieriger. Zur Jahresstrecke gehörten ferner 6222 Stück Rotwild, 9711 Stück Damwild, 191 Stück Muffelwild und 63 155 Stück Rehwild. Dagegen ging die Zahl der erlegten Raubwildtiere wie Fuchs und Marderhund zurück.
Böhning verwies zudem darauf, dass in den Wäldern die Bestände an Niederwild weiter abnehmen. Deutlich erholt haben sich dagegen Adlerbestände. So brüteten im vergangenen Jahr in Mecklenburg-Vorpommern 230 Paare, die insgesamt 224 Jungadler aufzogen. Zudem wurden von 162 Fischadler-Paaren 280 Jungvögel erfolgreich großgezogen. Auch das Wanderfalkenprojekt zeige Erfolge, sagte Böhning. Insgesamt lebten im Nordosten jetzt wieder elf Brutpaare. Dagegen sei die Zahl der seltenen Schreiadler weiterhin rückläufig.
Der Verbandschef sprach sich zugleich gegen eine künstliche Auswilderung des Wolfs aus. Wenn sich der Wolf jedoch auf natürlichem Wege wieder ansiedele, werde man dies zumindest tolerieren, sagte er.
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