Bibliothek Pomeranica wieder an Uni Greifswald zurückgekehrt

Greifswald (ddp-nrd). Der komplette Bestand der nach dem Zweiten Weltkrieg nach Marburg verlagerten Bibliothek der Gesellschaft für pommersche Geschichte, Altertumskunde und Kunst ist wieder komplett an der Universitätsbibliothek Greifswald verfügbar. Die teilweise seltenen Bücher und Zeitschriften über die Geschichte und Landeskunde Pommerns, sogenannte Pomeranica, seien am Mittwoch offiziell in den Bestand der Greifswalder Bibliothek integriert worden, sagte Bibliotheksleiter Peter Wolff.

Aneinandergereiht handelt es sich um insgesamt 25 laufende Meter Bücher und Zeitschriften. Zum Bestand gehören auch die nahezu kompletten Jahrgänge der erstmals vor 180 Jahren erschienenen Hefte der wissenschaftlichen Zeitschrift «Baltische Studien». Die Aufsätze und Beiträge zu geschichtlichen, kulturellen und gesellschaftlichen Ereignissen im südlichen Ostseeraum würden derzeit komplett digitalisiert und in Kürze im Internet mit Volltextsuche verfügbar sein, sagte Wolff.

Zu den herausragenden Werken gehören ferner ein 1841 erschienenes Buch über den in Greifswald geborenen Maler Caspar David Friedrich, eine Abhandlung über die Entwicklung des Stettiner Seehafens sowie der von 1945 bis 1955 in kleiner Auflage erschienene «Pommernbrief». Viele der Veröffentlichungen waren zu DDR-Zeiten aus politischen Gründen nicht erhältlich.

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Donnerstag, 02. September 2010

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