Nachfrage nach Alterswohnsitzen lässt Immobilienpreise steigen
Rostock (ddp-nrd). Die steigende Nachfrage nach Ostsee Immobilien für einen Alterswohnsitzen in Mecklenburg-Vorpommern sorgt trotz der Wirtschaftskrise für einen stabilen Immobilienmarkt im Nordosten. In den großen Städten und vor allem in den Seebädern seien die Preise für Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen sogar leicht gestiegen, sagte Gerhard Feldmann vom Immobilienverband Region Nord am Dienstag in Rostock.
Inzwischen seien hier die Immobilienpreise im Vergleich zur Ostseeküste Schleswig-Holsteins deutlich höher. Eine moderne oder gut restaurierte Bausubstanz und ein guter Mix aus unberührter Natur und Siedlungen seien die besonderen Stärken des Immobilienmarktes in Mecklenburg-Vorpommern. Das locke unter anderem Käufer aus den Regionen Berlin oder dem Ruhrgebiet, die sich für gutes Geld einen Altersruhesitz in einer Urlaubsregion wünschten, sagte Feldmann.
Für Einfamilienhäuser in Rostock mit gutem Wohnwert würden inzwischen Preise von durchschnittlich 260 000 Euro gezahlt. Dieselben Häuser in Kiel oder Lübeck kosteten nur 230 000 Euro. Im Vergleich der Ostseebäder kostet ein Haus mit gutem Wohnwert von Warnemünde bis Fischland/Darß rund 335 000 Euro, in der Lübecker Bucht hingegen 320 000 Euro. In Mecklenburg-Vorpommern gebe es nicht die Bausünden der 70er Jahre wie in Schleswig-Holstein, das schlage sich im Preis nieder, sagte Feldmann.
Gerade in Städten und entlang der Küste könnten weitaus mehr Immobilien verkauft werden, als auf dem Markt seien, sagte der Sprecher weiter. Es gebe keine Zunahme von Notverkäufen, wie in der Wirtschaftskrise befürchtet worden sei. Im Gegenteil, «die Wertschätzung von Immobilieneigentum ist angestiegen», sagte Feldmann. Häuser würden nicht mehr so schnell verkauft wie noch vor einigen Jahren. Dadurch sei der Umsatz der Immobilienmakler in den vergangenen beiden Jahren auch gesunken, bundesweit um knapp 16 Prozent, in den ostdeutschen Bundesländern um durchschnittlich 21 Prozent, in Mecklenburg-Vorpommern jedoch deutlich weniger um 13 Prozent.
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