Metallbezirk Küste übernimmt Pilotabschluss

Bremen (ddp-nrd). Für die 140 000 Angestellten der norddeutschen Metall- und Elektroindustrie wird es ab 1. April 2011 mehr Geld geben. IG Metall Küste und der Arbeitgeberverband Nordmetall einigten sich am Freitag in Bremen darauf, den Tarifabschluss aus Nordrhein-Westfalen vollständig zu übernehmen. Über die Vereinbarungen des Pilotabschlusses hinaus soll es eine Fortsetzung der «industriepolitischen Gespräche» geben, in denen es unter anderem um die Ausbildungssituation gehen wird.

Die Vertreter beider Tarifparteien zeigten sich zufrieden mit dem Verhandlungsergebnis. «Wir haben in ganz schwierigen Zeiten gezeigt, dass beide Seiten dieser Schlüsselbranche mit der schwierigen Situation umgehen können», sagte Nordmetall-Vorsitzender Ingo Kramer. Der Abschluss gebe Planungssicherheit für Unternehmen und Angestellte. Das sei wichtig, weil 2010 das schwierigste Jahr der Branche werde.

Es sei «ganz wichtig, dass es uns in der jetzigen Krise gelungen ist, ein Jobpaket zu schnüren», sagte IG-Metall-Bezirksleiterin Jutta Blankau. Es gebe einen fairen Entgelttarif. Dennoch müsse man sich sehr anstrengen, die Jobs zu sichern. Gebraucht würden dringend neue Aufträge im Schiffbau.

Der Tarifabschluss sieht für Mai 2010 bis März 2011 eine Einmalzahlung in Höhe von 320 Euro vor. Auszubildende erhalten 120 Euro. Zum 1. April 2011 ist eine Entgelterhöhung von 2,7 Prozent vereinbart. Der Entgelttarifvertrag hat eine Laufzeit von 23 Monaten und endet zum 31. März 2012.

Die IG Metall Küste vertritt die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg, Bremen und dem nordwestlichen Niedersachsen. Im Arbeitgeberverband sind 255 Firmen organisiert.

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Montag, 21. Mai 2012

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