Werft-Betriebsräte verlangen Erhalt von Nordic Yards
Hamburg (ddp-nrd). Die Betriebsräte aller deutschen Werften fordern den Erhalt der Nordic-Yards-Schiffbaubetriebe in Wismar und Warnemünde. 20 Jahre gemeinsamer Kampf für die Zukunft der Werften und für eine industrielle Perspektive in Norddeutschland dürften nicht durch das Missmanagement der Banken und durch das Versagen von Politik und Werftbesitzer umsonst gewesen sein, heißt es in einer am Donnerstag in Hamburg verabschiedeten Erklärung der Arbeitsgemeinschaft Schiffbau der IG Metall Küste.
Zu den Unterzeichnern gehören nach Gewerkschaftsangaben Betriebsratsvertreter der Volkswerft Stralsund, der Peene-Werft Wolgast, der Neptun Werft Rostock, der Flensburger Schiffbau-Gesellschaft, der Meyer Werft Papenburg, der Nordseewerke Emden und der HDW Kiel.
Zugleich stellten sie sich hinter die Forderung der IG Metall nach industriepolitischen Perspektiven für die Standorte in Wismar und Warnemünde. Landes- und Bundesregierung dürften nicht tatenlos zusehen, wie Mecklenburg-Vorpommerns Kernindustrie sterbe, sagte Bezirksleiterin Jutta Blankau. Sie kündigte Proteste der Schiffbauer am Rande der Landtagssitzung am 10. März in Schwerin an.
Seit Ende Januar läuft bereits eine Unterschriftensammlung für eine gesicherte Zukunft der Werftstandorte. Laut IG Metall kamen bislang mehr als 15 400 Unterschriften zusammen.
Den im August 2009 von Vitaly Jussufow übernommenen ehemaligen-Wadan-Werften fehlen Aufträge. Ein Großteil der Belegschaft von Nordic Yards ist derzeit in Transfergesellschaften gebunden, die aber Ende März auslaufen. Um den Weggang von hochqualifizierten Beschäftigten in andere Branchen und Bundesländer zu verhindern, verlangt die Gewerkschaft vom russischen Werfteigner, die im Kaufvertrag zugesicherte Beschäftigung von mindestens 1200 Mitarbeitern einzuhalten.
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