Bauern halten weniger Milchkühe
Schwerin (ddp-nrd). Auf die Krise in der Milchwirtschaft haben die Bauern mit einer Verringerung ihrer Rinderherden reagiert. Mit Stichtag 3. November 2009 wurden in Mecklenburg-Vorpommern 169 060 Milchkühe gehalten, drei Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Landesamt am Dienstag mitteilte. Der Rinderbestand verringerte sich im selben Zeitraum nur um 0,6 Prozent auf 559 174 Tiere.
Die Zahl der Milchkühe sei in den Jahren zuvor eher leicht gestiegen, sagte ein Sprecher des Landesamtes. Der Rinderbestand sei dagegen in den vergangenen Jahren sehr stabil gewesen. Deshalb sei der Rückgang gerade im Bereich der Milchkühe augenscheinlich.
Im gleichen Verhältnis wie der Viehbestand ging im Verlauf des Jahres auch die Zahl der Rinderhaltungen um 0,6 Prozent auf 3324 Betriebe zurück. Die Zahl der Milchkuhhaltungen verringerte sich ebenfalls proportional zum Viehbestand um drei Prozent auf nunmehr 999 Betriebe. Am meisten betroffen von der Betriebsaufgabe waren Agrarunternehmen mit 100 bis 200 Milchkühen, hier stellte jeder zehnte Betrieb die Arbeit ein.
Zwei Drittel der Rinder in Mecklenburg-Vorpommern sind den Milchnutzungsrassen zuzuordnen. Etwa 24 Prozent der Rinder gehören zu den Fleischnutzungsrassen, der Rest sind Doppelnutzungsrassen mit Fleischerzeugung und Milchleistung als Zuchtziel. Die meisten Rinder (13 Prozent) stehen im Landkreis Ludwigslust. Zehn Prozent der Rinderhalter verfügen über mehr als 500 Tiere, zusammen halten sie damit rund 60 Prozent des Gesamtrinderbestandes im Land.
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