Fährverkehr nach Hiddensee wird wieder aufgenommen

Hiddensee (ddp-nrd). Nach dreiwöchiger Unterbrechung wird der Fährbetrieb nach Hiddensee am Samstag wieder aufgenommen. Das 32 Meter lange Schiff sei am Freitag nach mehrtägigem Reparaturaufenthalt wieder in seinen Heimathafen Schaprode auf Rügen zurückgekehrt, sagte der Sprecher der Reederei Weiße Flotte, Knut Schäfer, auf ddp-Anfrage.

Eskortiert von dem Eisbrecher «Grömitz» habe das Fährschiff inzwischen eine erste Probefahrt durch das vereiste Fahrwasser nach Vitte unternommen und dabei auch erste Urlauber und Inselbewohner auf die Insel gebracht. Ab Samstag seien täglich drei Abfahrten in beide Richtungen vorgesehen.

In der gebrochenen Fahrrinne treiben gegenwärtig noch bis zu 35 Zentimeter dicke Eisschollen. Damit sei die Leistungsfähigkeit des einzigen eisbrechenden Fährschiffs nahezu erreicht, sagte Schäfer. «Wir müssen daher von Fall zu Fall täglich neu entscheiden, inwieweit der Fährbetrieb aufrecht erhalten bleiben kann.»

Schäfer wies zugleich Kritik des Verkehrsministers von Mecklenburg-Vorpommern, Volker Schlotmann (SPD) zurück. Die Reederei habe eine Konzession für einen Fährbetrieb und habe sich nicht an den Kosten der Hubschrauberflüge während des Fährausfalls beteiligen können. Auch sei der von Inselbewohnern geforderte Bau einer neuen Fähre als Ersatz für die 1968 gebaute «Vitte» nicht notwendig. Das Schiff sei 1997 komplett für den Eiseinsatz umgebaut worden und perfekt für den Hiddensee-Einsatz.

Das Fährschiff war vor drei Wochen im Eis mit Maschinenschaden ausgefallen. In der Tamsen Maritim Werft Rostock-Gehlsdorf musste die gebrochene Schubstange der Steuerbordmaschine ausgewechselt werden. Die rund 1000 Einwohner zählende Insel war in der Zwischenzeit mit Hubschraubern und dem Eisbrecher «Grömitz» mit Lebensmitteln versorgt worden.

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Mittwoch, 08. Feber 2012

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