Umweltverbände bemängeln Artenschutz im Nordosten

Schwerin (ddp-nrd). Umweltverbände stellen Mecklenburg-Vorpommern beim Natur- und Artenschutz ein schlechtes Zeugnis aus. Wie aus der am Donnerstag veröffentlichten Naturschutzanalyse 2010 der Umweltverbände BUND und NABU hervorgeht, erfüllt der Nordosten die Werte für einen wirkungsvollen Schutz der biologischen Vielfalt derzeit nur bis zu einem Drittel.

Bei der in Berlin vorgestellten Naturschutzanalyse standen zur Bewertung der Bundesländer die Ampelfarben rot, gelb und grün zur Verfügung. Während grün in keinem Falle vergeben wurde, bewegte sich Mecklenburg-Vorpommern mit einer «roten Ampel» im unteren Feld der Bundesländer.

Besonders kritisch bewerteten die Umweltverbände Großprojekte wie die Ostseepipeline und die intensive Landwirtschaft. Der Einsatz von Dünger und Pestiziden sowie die Versiegelung von Landschaftsflächen durch neue Verkehrswege und Industriegebiete seien immer noch die Artenkiller Nummer eins, kritisierte der BUND. Lediglich Schutzgebiete auszuweisen, sei für den Erhalt von Arten und Lebensräumen nicht ausreichend.

Die Verbände erinnerten daran, dass sich die Bundesregierung 1992 mit der Unterzeichnung der UN-Konvention zur biologischen Vielfalt verpflichtet hatte, den Verlust der Arten und Lebensräume zu stoppen. Vor drei Jahren legte sie einen Fahrplan mit 330 Zielen und 430 Maßnahmen für den Erhalt der Artenvielfalt vor. Als Ziel war unter anderem ausgegeben worden, bundesweit 20 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche ökologisch zu nutzen.

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Montag, 21. Mai 2012

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