Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen erwirtschaften kleine Überschüsse

Düsseldorf (ddp-nrd). Die 16 Bundesländer haben im vergangenen Jahr 25,5 Milliarden Euro mehr ausgegeben als eingenommen. Dies geht aus einer Übersicht des Bundesfinanzministeriums hervor, die dem «Handelsblatt» (Donnerstagausgabe) vorliegt. Lediglich Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen kamen mit ihren Einnahmen aus. Beide Länder konnten kleine Überschüsse erwirtschaften. Im Vorjahr hatten die Länder bundesweit noch einen Überschuss von 700 Millionen Euro erzielt.

Größter Schuldenmacher war Bayern, das allein ein Minus von fast acht Milliarden Euro machte. Wesentlicher Grund war die Rettung der BayernLB mit sieben Milliarden Euro, die das Land über den Haushalt finanzierte. Andere Bundesländer finanzierten ihre Finanzspritzen an die Landesbanken über Nebenhaushalte außerhalb der regulären Statistik. Dieses Jahr will Bayern wieder ohne neue Kredite auskommen.

Auf Rang zwei und drei der Defizitsünder landeten Nordrhein-Westfalen und Hessen: Im Düsseldorfer Etat klaffte 2009 ein Loch von 4,7 Milliarden Euro, im Wiesbadener eins von 2,6 Milliarden Euro. Vor einem Jahr hatte noch die Hälfte der 16 Länder schwarze Zahlen geschrieben.

Die hohen Defizite trieben auch die Schuldenstände in die Höhe: Erstmals summierten sich Ende 2009 die Gesamtschulden der Länder auf über 500 Milliarden Euro.

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Montag, 21. Mai 2012

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