NPD-Fraktionschef Pastörs steht im Mai vor Gericht
Saarbrücken/Schwerin (ddp-nrd). Der NPD-Fraktionschef im Schweriner Landtag, Udo Pastörs, muss sich in knapp drei Monaten wegen Volksverhetzung vor Gericht verantworten. Wie NDR 1 Radio am Dienstag berichtete, wird der Fall am 6. Mai vor dem Amtsgericht in Saarbrücken verhandelt.
Laut der im Juli 2009 erhobenen Anklage soll Pastörs auf einer Veranstaltung der rechtsextremen NPD am 25. Februar in Saarbrücken Menschen jüdischen Glaubens beziehungsweise türkischer Herkunft «böswillig verächtlich gemacht und zum Hass gegen diese aufgestachelt haben». Pastörs soll in seiner Rede unter anderem den Begriff «Judenrepublik» gebraucht haben.
In dem Prozess vor dem Schöffengericht in Saarbrücken soll nun geklärt werden, ob der NPD-Fraktionschef tatsächlich diese Wortwahl benutzte. Dem Bericht zufolge hatte ein Fernsehteam seinerzeit den Auftritt Pastörs mitgeschnitten, auch NDR 1 Radio MV liegen nach eigenen Angaben die Tondokumente vor. Ein Gerichtssprecher sagte dem Sender, dass Pastörs eine Haftstrafe zwischen drei Monaten und fünf Jahren drohe.
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