Land fördert Hubschrauberflüge nach Hiddensee
Hiddensee (ddp-nrd). Die Einwohner der im Eis eingeschlossenen Insel Hiddensee können ab sofort zu günstigeren Preisen von der Insel zum Festland und zurückgelangen. Der seit zwei Wochen von einer Usedomer Privatfirma angebotene Hubschrauber-Shuttle werde künftig vom Land gefördert, teilte Mecklenburg-Vorpommerns Verkehrsminister Volker Schlotmann (SPD) am Dienstag in Schwerin mit.
Arztbesuche und andere dringende Erledigungen dürften nicht davon abhängen, ob sich jemand einen Flug für 50 Euro leisten könne oder nicht, sagte der Minister. In der gegenwärtigen Sondersituation übernehme der Hubschrauber die Funktion des öffentlichen Personennahverkehrs, der unbürokratisch gestützt werde.
Für Einwohner von Hiddensee kostet das Flugticket ab sofort nur noch die Hälfte, also 25 Euro. Die Fahrpreisreduzierung kann auch rückwirkend geltend gemacht werden. Für Besucher gilt dagegen weiterhin der komplette Preis des Unternehmens. Der Hubschrauber ist täglich von 8.00 bis 16.15 Uhr verfügbar.
Seit dem Ausfall der einzigen eisbrechenden Fähre «Vitte» Ende Januar ist die Insel Hiddensee für Personen nicht mehr seeseitig erreichbar. Die regelmäßige Versorgung der Insel mit Lebensmitteln und Treibstoff wird durch den Eisbrecher «Görmitz» gesichert. Nach Angaben der Hiddensee-Reederei wird die «Vitte» gegenwärtig in einer Werft in Rostock repariert. Sie ist voraussichtlich ab 26. Februar wieder einsatzbereit. Minister Schlotmann warf dem Unternehmen vor, ihren seit 1993 per Konzession erteilten Versorgungsauftrag für Hiddensee unzureichend nachzukommen.
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