IG Metall fordert industriepolitisches Konzept für Nordic-Werften

Schwerin (ddp-nrd). Angesicht weiter fehlender Schiffbauaufträge für die Nordic Yards-Werften fordert die IG Metall Küste ein industriepolitisches Konzept für die Standorte Wismar und Warnemünde. Der russische Werfteigner, Vertreter der Landes- und Bundesregierung sowie der Gewerkschaft müssten an einen Tisch, um über Perspektiven in den Bereichen Schiffbau, Offshore und Metallverarbeitung zu beraten, sagte IG-Metall-Bezirkschefin Jutta Blankau am Dienstag in Schwerin. Sie sprach sich in diesem Zusammenhang dafür aus, auch die gesellschaftsrechtliche Beteiligung von Bund und Land an den beiden Standorten zu prüfen.

Blankau sieht auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und den russischen Präsidenten Dmitrij Medwedjew in der Verantwortung. Sie hätten den Verkauf der Schiffbaubetriebe maßgeblich initiiert und dürften daher nicht tatenlos zusehen, wie der Schiffbau in Mecklenburg-Vorpommern sterbe.

Um den Weggang hochqualifizierter Beschäftigter in andere Branchen und Bundesländer zu verhindern, verlangt die Gewerkschaft vom russischen Werfteigner, die vertraglich geregelte Beschäftigung von mindestens 1200 Mitarbeitern einzuhalten. Dazu müssten alle arbeitsmarktpolitischen Instrumente, etwa die konjunkturelle Kurzarbeit und die Verlängerung der Transfergesellschaft bis zum 31. Juli, genutzt werden, sagte Blankau.

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Montag, 21. Mai 2012

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