Schottisches Höhlenaquarium im Ozeaneum eingeweiht
Stralsund (ddp-nrd). Mit der Einweihung eines schottischen Höhlenaquariums ist am Montag im Ozeaneum Stralsund das letzte von insgesamt 21 Großbecken mit Bewohnern der europäischen Kaltwassermeere in Betrieb gegangen. In dem 50 000 Liter fassenden Felsenbecken seien Teile einer unterseeische Höhle nachgebildet worden, die Museumsmitarbeiter im Juli 2009 bei einem Tauchgang vor den schottischen Orkney-Inseln erkundet hätten, sagte Aquarienleiterin Nicole Kube.
In dem mit künstlichen farbigen Schwämmen dekorierten Schaubecken können lebende Langusten und Wittlinge beobachtet werden. Taucher hatten die zwei Zentimeter lange Jungfische seinerzeit vor Schottland unter Feuerquallen abgesammelt, in deren Nähe der Wittlings-Nachwuchs die ersten Lebensmonate verbringt. In den nächsten Wochen sollen Seesterne, Seeigel sowie ein Heringskönig, ein seltener, in Frankreich als «Saint Pierre» gehandelter Speisefisch, die Aquariengemeinschaft ergänzen.
Bis zur Sommersaison werden in der Nord- und Ostseeabteilung des Ozeaneums noch mehrere Kleinbecken aufgestellt. «Wir wollen dort jene kleinen Bewohner der Meere vorstellen, die in den Großbecken entweder nur schwer zu entdecken sind oder von den größeren Tieren gefressen würden», sagte Kube. So sollen dort unter anderem Krebse, Kraken, Ährenfische, Drachenköpfe, Seenadeln, Garnelen und kleine Seehasen gezeigt werden.
(ozeaneum.de)
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