Eis macht Seenotrettern an deutscher Küste zu schaffen

Freest/Bremen (ddp-nrd). Das Eis vor der deutschen Küste macht den Seenotrettern zunehmend zu schaffen. Nach wochenlangem Frost liege die Mehrheit der 41 Seenotrettungsboote der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) im Eis fest, sagte DGzRS-Sprecher Andreas Lubkowitz am Montag in Bremen. Besonders betroffen seien die Einsatzkräfte in der Ostsee.

Vor allem in den vorpommerschen Boddengewässern und Haffs, aber auch bei Laboe vor Kiel und in Neustadt könnten die Besatzungen der sechs bis zehn Meter langen Boote nicht mehr auslaufen. Dagegen seien alle 20 Seenotkreuzer einsatzbereit. Die auf offener See operierenden, zwischen 20 und 46 Meter langen Spezialschiffe könnten mit vorsichtiger Fahrt auch noch durch Gebiete mit mäßigem Eisgang fahren. Einige Kreuzer seien wetterbedingt verlegt worden. So sei der 27,5-Meter-Kreuzer «Bremen» von Grömitz nach Neustadt beordert worden. Stellenweise würden sich im Notfall die Anlaufzeiten der Retter verlängern, sagte Lubkowitz.

Der wetterbedingte Ausfall der kleineren Einheiten sei jedoch nicht dramatisch, denn in ihren überwiegend küstennahen Einsatzgebieten sei die Schifffahrt ohnehin weitgehend zum Erliegen gekommen. Nahezu alle Freizeitschiffe befänden sich in den Winterlagern. Für die Rettung auf Eis sei die Flotte der DGzRS ohnehin nicht ausgerüstet. «Allerdings stehen unsere Männer im Notfall bereit, um zu helfen», sagte der Sprecher. So hätten Seenotretter von Hiddensee im Januar einen erkrankten 80-jährigen Mann von der Fährinsel mit einem Schlauchboot über das Eis geborgen.

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Donnerstag, 02. September 2010

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