ver.di bestreikt Stadtverwaltungen in Mecklenburg-Vorpommern

Schwerin (ddp-nrd). Mehrere Hundert Beschäftigte des öffentlichen Dienstes in Mecklenburg-Vorpommern haben am Montag vorübergehend die Arbeit niedergelegt. In Schwerin sollten nach Angaben einer Sprecherin der Gewerkschaft ver.di ganztägig der Betrieb für städtische Dienstleistungen (SDS) und das Zentrale Gebäudemanagement bestreikt werden. «Das betrifft auch den Winterdienst», sagte die Sprecherin. Bestreikt würden außerdem die Kreisverwaltungen von Parchim, Grevesmühlen und Ludwigslust. In der Landeshauptstadt versammelten sich seit 6.00 Uhr morgens rund 200 Beschäftigte vor der ver.di-Bezirksverwaltung zu einer Protestkundgebung.

Auch in Rostock und Umgebung kam es in den Morgenstunden zu Aktionen. Nach Gewerkschaftsangaben wurden die Stadtwerke Rostock bestreikt, in Bad Doberan waren Stadt- und Kreisverwaltung betroffen. Auch die Mitarbeiter der Bundesdienststellen, darunter die Zivilbeschäftigten der Bundeswehr, wurden zum Arbeitsausstand aufgerufen. Etwa 300 Beschäftigte protestierten vor dem Rostocker Rathaus. Um 9.00 Uhr wurde die Arbeit wieder aufgenommen.

ver.di fordert für die Beschäftigten Zulagen in einem Gesamtvolumen von fünf Prozent, darunter eine Gehaltserhöhung, eine 24-monatige Übernahme von Auszubildenden sowie eine Verlängerung der Altersteilzeitregelungen. Die Arbeitgeber lehnen dies ab. Die nächste Verhandlungsrunde ist für Mittwoch (10. Februar) geplant.

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Donnerstag, 02. September 2010

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