Zeitung: Ökologe schlägt Ostseestiftung für Umweltprojekte vor
Greifswald (ddp-nrd). Eine Woche vor der internationalen Gipfel-Ostseekonferenz in Helsinki hat der Greifswalder Ökologe Michael Succow die Gründung einer deutschen Ostseestiftung für Umweltprojekte angeregt. Die Stiftung sollte den Einsatz von fast zwölf Millionen Euro koordinieren, die von der Nord Stream AG als ökologische Ausgleichszahlungen für den Bau der Ostseepipeline gezahlt würden, sagte er der «Ostseezeitung» (Donnerstagausgabe). Auf diese Weise würden die Gelder nicht verkleckert, sondern für größere, wichtige Projekte gebündelt werden, sagte der Träger des Alternativen Nobelpreises.
Nach Angaben von Nord-Stream-Sprecher Steffen Ebert wird das Konsortium 3,6 Millionen Euro für Maßnahmen im marinen Bereich auf ein Sicherungskonto einzahlen. Deren Verwendung sei noch offen. Weitere 7,9 Millionen Euro sollen unter anderem für Renaturierungsprojekte bei Peenemünde auf Usedom und bei Lubmin verwendet werden.
Unterdessen schlug der Bürgermeister von Putgarten auf Rügen, Ernst Heinemann, vor, nahe dem Kap Arkona eine Ruhezone für Kegelrobben einzurichten. Für die Tiere sei es zu unruhig, wenn Menschen dort spazieren gingen, sagte er. Daher sollte der Gellort gesperrt werden, wobei Wanderer vom Hochuferweg die Tiere beobachten könnten.
Ebenfalls Lesenswert:
