Polizei geht gegen Spielautomatenbetrüger vor
Hamburg (ddp-nrd). Staatsanwaltschaft und Polizei in Hamburg sind am Mittwoch gegen eine Bande von Spielautomatenbetrügern vorgegangen. Polizisten durchsuchten 19 Objekte und nahmen einen Verdächtigen fest, wie eine Polizeisprecherin in Hamburg berichtete. Die Tatverdächtigen sollen zwischen Juni 2009 bis Januar 2010 Geldspielautomaten in Hamburg, Baden-Württemberg, Bayern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Thüringen manipuliert haben.
Verdächtigt werden den Angaben zufolge ein 40-jähriger Jugoslawe und ein 50-jähriger Türke als Hauptbeschuldigte sowie zwei 37 und 44 Jahre alte Deutsche. Außerdem wird gegen weitere 15 Männer im Alter zwischen 22 und 55 Jahren ermittelt, die mit den beiden Hauptverdächtigen zusammengearbeitet haben sollen. Insgesamt gehen die Ermittler von einem Gesamtschaden von mehreren Hunderttausend Euro aus. Der 50-jährige Türke wurde in Schwerin verhaftet, sein 40-jähriger mutmaßlicher Komplize ist offenbar untergetaucht.
Bei den bundesweiten Durchsuchungen fanden die Beamten in Hamburg einen Geldspielautomaten, der offenbar als «Manipulations-Trainingsgerät» diente. Nahe Koblenz wurde bei dem 37-Jährigen mutmaßlichen Helfer eine Werkstatt sichergestellt. Außerdem beschlagnahmten die Beamten Vermögenswerte in Höhe von 46 700 Euro, darunter zwei Autos.
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