Eisbrecher «Ranzow» scheitert im Eis vor Hiddensee
Hiddensee (ddp-nrd). Die Ostseeinsel Hiddensee bleibt vorerst weiter von der Außenwelt abgeschnitten. Am späten Montagabend scheiterte der Eisbrecher «Ranzow» beim Versuch, die Insel von Norden her anzusteuern. Das 33 Meter lange Schiff, das wichtige Lebensmittel auf die Insel bringen und einige Urlauber von dort abholen sollte, habe die inzwischen bis zu 30 Zentimeter dicke Eisdecke zum Vitter Bodden nicht brechen können, sagte ein Sprecher des Wasser- und Schifffahrtsamts (WSA) Stralsund am Dienstag. Die «Ranzow» habe daher umkehren müssen.
Zur Versorgung der Insel soll voraussichtlich im Tagesverlauf ein Hubschrauber geschickt werden. Der Einsatz werde derzeit vorbereitet, sagte Rügens Leiter für Katastrophenschutz und Rettungsdienst, Karsten Lange. Nach Angaben des Hiddenseer Bürgermeisters Manfred Gau warten derzeit etwa 100 Urlauber auf ihre Heimreise.
Das einzige eisbrechende Fährschiff «Vitte» der zur Weißen Flotte gehörenden Hiddensee-Reederei liegt seit Freitag mit Maschinenschaden im Hafen Schaprode auf Rügen. Monteure seien im Einsatz, um das Fährschiff wieder flott zu machen, sagte Reedereisprecher Knut Schäfer. Eine defekte Einspritzpumpe der Steuerbordmaschine sei ausgebaut und zur Reparatur nach Waren gebracht worden. Wann die «Vitte» wieder einsatzbereit ist, und ob das Schiff den Eispanzer brechen könne, sei noch unklar.
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