Tourismusverband wirbt für «Winterparadies» im Norden

Rostock (ddp-nrd). Der Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern zieht eine zwiespältige Bilanz der winterlichen Verhältnisse im Land. “Wir sind sicher derzeit das Winterparadies in Deutschland», sagte Geschäftsführer Bernd Fischer im Gespräch mit der Nachrichtenagentur ddp. Allerdings wirke sich das kaum auf die Besucherzahlen aus, da viele Kurzentschlossene sich von den Berichten über gesperrte Straßen und ausgefallene Züge abschrecken ließen. «Wir erwarten für die anstehenden Winterferien etwa die gleichen Gästezahlen wie im Vorjahr», sagte Fischer.

Vor zwei Jahren hatte ein besonders schneearmer Winter in den Bergen für starke Urlauberzuwächse an den Küsten gesorgt. Zu den Schattenseiten des Winters zähle neben dem Verkehrschaos auch, dass einige Kulturveranstaltungen ausfallen mussten, räumte Fischer ein.

Wer den Widrigkeiten der Anreise trotze, den erwarte im Nordosten aber ein Traum in Weiß, betonte der Tourismus-Manager. Viele Anbieter hätten schnell auf den Wintereinbruch reagiert. So gebe es besonders viele Wintersportangebote: «Manche Hoteliers haben für ihre Gäste Langlauf-Loipen angelegt, andere bieten etwa geführte Wanderungen über zugefrorene Seen. In vielen Orten gebe es auch Eisbahnen zum Schlittschuhlaufen und Rodelhügel.» Eine Besonderheit seien Schlittenhundefahrten am Stettiner Haff. «Zumindest als Zuschauer können die Gäste Sportarten wie Biathlon, Eissegeln und sogar Skispringen erleben.»

Wer Mecklenburg-Vorpommern vor allem als Badeurlaubsziel kennt, kommt Fischer zufolge am Wochenende in Ahlbeck auf Usedom auf seine Kosten. Dort wagten sich Eisbader in originellen Kostümen in die Ostsee.

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Mittwoch, 08. Feber 2012

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