Eisbrecher «Ranzow» versucht Eisaufbruch vor Hiddensee

Hiddensee (ddp-nrd). Das Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) Stralsund hat am Montag den Eisbrecher «Ranzow» zum Eisaufbruch im Fahrwasser zur Ostseeinsel Hiddensee in Fahrt gesetzt. Nach einem vergeblichen Einsatz am Freitag unternehme die Besatzung einen neuen Versuch, die Eisdecke zu brechen, sagte der Sprecher der Weißen Flotte, Knut Schäfer, in Stralsund.

Am Sonntag hatte WSA-Chef Holger Brydda einen neuerlichen Eisbrechereinsatz aus Sicherheitsgründen noch abgelehnt. Die Gefahr sei zu groß, dass sich der Eisbrecher in dem flachen Gewässer im Eis festfahre und beim Wenden auf Grund laufe, sagte er.

Das einzige eisbrechende Fährschiff «Vitte» liegt seit Freitag mit Maschinenschaden im Hafen Schaprode auf Rügen. Monteure seien pausenlos im Einsatz, um das Fährschiff wieder flott zu bringen, sagte Schäfer. Inzwischen sei eine defekte Einspritzpumpe der Steuerbordmaschine ausgebaut und zur Reparatur nach Waren gebracht worden. Wann die «Vitte» wieder einsatzbereit ist, sei noch unklar. Nach Angaben des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) hat sich zwischen Rügen und Hiddensee inzwischen Festeis von bis zu 24 Zentimeter Stärke gebildet.

Auf Hiddensee leben mehr als 1000 Einwohner. Hinzu kommen Urlauber. Während am Freitag anreisende Gäste in einem Hotel in Sellin auf Rügen untergebracht wurden, hatten abreisende Gäste den etwa zwei Kilometer langen Weg zu Fuß und mit Gepäck über das Eis angetreten. Die Wasserschutzpolizei hatte vor dem Betreten des verschneiten Eises gewarnt.

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Mittwoch, 08. Feber 2012

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