Hiddensee bleibt vorerst von Außenwelt abgeschottet
Hiddensee (ddp-nrd). Die seit Freitag nicht mehr mit dem Schiff erreichbare Insel Hiddensee bleibt weiterhin von der Außenwelt abgeschottet. Das eisbrechende Fährschiff «Vitte» liege mit Maschinenschaden im Hafen Schaprode auf Rügen, sagte der Sprecher der Weißen Flotte, Knut Schäfer, am Sonntag.
Monteure seien pausenlos im Einsatz, um das Schiff wieder flott zu bringen. Bislang sei jedoch nicht absehbar, ob die Reparatur vor Ort gelinge oder ob die «Vitte» in eine Werft geschleppt werden müsse. «Wir suchen gegenwärtig in Absprache mit dem Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) Stralsund nach einer Lösung, das immer mehr zufrierende Fahrwasser nach Hiddensee mit Hilfe eines Eisbrechers wieder passierbar zu machen», sagte Schäfer. Zuletzt sei jedoch am Freitag der Eisbrecher «Ranzow» in dem inzwischen bis zu 24 Zentimeter dicken Festeis gescheitert.
Die «Vitte» hatte sich am Freitag wegen Problemen an der Steuerbordmaschine im Eis festgefahren. Das einzige seit dem 21. Dezember noch nach Hiddensee fahrende Schiff musste daraufhin nach Schaprode zurückkehren.
Auf dem «söten Länneken» leben mehr als 1000 Einwohner. Hinzu kommen Urlauber. Während am Freitag anreisende Gäste in einem Hotel in Sellin auf Rügen untergebracht wurden, hatten abreisende Gäste den etwa zwei Kilometer langen Heimweg zu Fuß und mit Gepäck über das Eis angetreten. Die Wasserschutzpolizei warnte jedoch erneut vor dem Betreten des Eises. Es könne wegen der kräftigen Strömung zwischen Rügen und Hiddensee gefährliche offene Stellen geben, die nach dem heftigen Schneefall am Samstag nicht mehr auszumachen seien, sagte ein Sprecher.
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