Eispanzer auf Küstengewässern wächst
Rostock (ddp-nrd). Bei Dauerfrost mit zweistelligen Minusgraden wächst der Eispanzer auf den Küstengewässern entlang der Ostsee. Die Bodden sind fast durchgehend mit einer bis zu 25 Zentimeter dicken Eisschicht bedeckt, die Fahrwasser in die Seehäfen werden durch Festeis und Eisschollen behindert, wie eine Sprecherin des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrografie am Montag in Rostock sagte. Ohne Hilfe von Eisbrechern sei die Zufahrt vor allem zu kleineren Häfen kaum mehr möglich.
Auf allen Zufahrten zu den Seehäfen müssen Schiffe mit niedriger Maschinenleistung mit Behinderungen rechnen. Die Fahrrinne nach Wismar ist mit dichtem, 20 Zentimeter dickem Eis bedeckt. Die Nordzufahrt nach Stralsund ist weiter für die Schifffahrt gesperrt, auch auf dem südlichen Peenestrom, dem Peenefluss und auf dem Kleinen Haff ist kein Schiffsverkehr mehr möglich. Im Fischereihafen Rostock liegt eine 15 Zentimeter dicke Eisdecke, die Zufahrt zum Überseehafen ist aber noch gut befahrbar. Derzeit sind entlang der Ostseeküste drei Eisbrecher im Einsatz.
Die Eisdicke werde bis zur Wochenmitte weiter zunehmen, sagte die BSH-Sprecherin weiter. Mit zunehmendem Wind werde sich das Eis an den Küsten noch zusammenschieben.
Ebenfalls Lesenswert:
- Erste Eisbrecher auf dem Peenestrom im Einsatz
- Viele Zufahrten zu Ostseehäfen schon eisbedeckt (mit Bild)
- Eisbeobachter rechnen an Außenküste mit Neueis
- Erste geschlossene Eisdecken auf Bodden- und Haffgewässern
- Eisgang beschert Schifffahrt erste Behinderungen
