Nord Stream vergibt Auftrag für zweiten Strang der Ostseepipeline

Zug (ddp-nrd). Für den ab 2011 geplanten Bau des zweiten Strangs der Ostseepipeline werden Produzenten aus Deutschland, Russland und Japan Rohrsegmente im Umfang von zehn Millionen Tonnen liefern. Nach Angaben des Betreiberkonsortiums wurde der Auftrag über eine Milliarde Euro am Freitag an die deutsche Firma Europipe in Mülheim an der Ruhr (65 Prozent), das russische Röhrenwerk Hersteller OMK (25) und den japanischen Konzern Sumitomo (10) vergeben.

Weltweit hatten sich sechs Rohrhersteller um den Großauftrag beworben. Die Lieferung der Segmente für den zweiten Strang soll im Mai, die Verlegung im Frühjahr 2011 beginnen.

Bereits 2007 hatte Nord Stream Europipe und OMK mit der Herstellung der Rohrsegmente für den ersten Leitungssprung der Ostseepipeline beauftragt. Der Bau wurde inzwischen von den betreffenden Anrainerstaaten Russland, Finnland, Schweden, Dänemark und Deutschland genehmigt. Voraussichtlich ab April dieses Jahres sollen die vorgefertigten und mit Spezialbeton ummantelten Rohre auf zwei Verlegeschiffen miteinander verschweißt und auf den Meeresgrund versenkt werden.

Durch die beiden, jeweils 1220 Kilometer langen Gaspipelines von Wybord (Russlkand) nach Lubmin bei Greifswald sollen künftig jeweils 27,5 Milliarden Kubikmeter russisches Erdgas pro Jahr nach Europa fließen. Die Gesamtmenge reicht aus, um etwa 26 Millionen europäische Haushalte zu versorgen. Die rund 7,4 Milliarden Euro kostende Erdgastrasse soll bis zum Jahre 2012 komplett fertiggestellt werden. Zum Betreiberkonsortium gehören neben dem russischen Gazprom-Konzern (51 Prozent) auch BASF/Wintershall und E.ON Ruhrgas (jeweils 20 Prozent) und die niederländische Gasunie (10 Prozent).

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Donnerstag, 09. Feber 2012

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