Güterumschlag im Rostocker Seehafen bricht um 20 Prozent ein
Rostock (ddp-nrd). Nach jährlichen Steigerungsraten im Güter- und Passagierverkehr hat der Rostocker Seehafen 2009 einen empfindlichen Einbruch der Frachtraten von 20 Prozent verbuchen müssen. 21,5 Millionen Tonnen Güter seien im vergangenen Jahr im Seehafen, weitere 1,5 Millionen Tonnen in den anderen Häfen der Stadt umgeschlagen worden, sagte der Geschäftsführer der Hafenentwicklungsgesellschaft, Ulrich Bauermeister, am Freitag in Rostock. Die Folgen der Wirtschaftskrise seien auch im Fährpassagierverkehr zu spüren gewesen, hier nahm die Zahl der Reisenden innerhalb eines Jahres um 300 000 auf 2,1 Millionen ab.
Das Jahr sei schwach gestartet und habe sich trotz verstärkter Bemühungen um zusätzliche Fracht nicht erholt, sagte Bauermeister. Das sei betriebswirtschaftlich «keine Katastrophe, aber höchst unbefriedigend», fügte der Hafenchef hinzu. Dank stabiler Einnahmen aus Pacht, Immobilien und Dienstleistungen schreibe der Hafen jedoch weiterhin schwarze Zahlen.
In einigen Bereichen wie Stückgut gingen die umgeschlagenen Mengen im vergangenen Jahr um 35 Prozent zurück, bei der rollenden Ladung, den RoRo-Gütern, um 25 Prozent. Einen Aufschwung erhofft sich der Hafen unter anderem durch die neu gestartete Fährlinie nach Finnland und ins Baltikum.
Im Krisenjahr hat der Hafen jedoch nicht an seinen Investitionen gespart. Wie geplant wurden Teile der Infrastruktur für 24,5 Millionen Euro erneuert. In diesem Jahr fließen rund 35 Millionen in Bauarbeiten.
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