OPAL-Erdgastrasse darf im Norden Brandenburgs gebaut werden
Cottbus (ddp-nrd). Der Bau des nördlichen Brandenburger Abschnitts der Ostsee-Pipeline-Anbindungsleitung (OPAL) kann beginnen. Das Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe (LBGR) erteilte den Planfeststellungsbeschluss für einen 148 Kilometer langen Teil der Erdgastrasse, wie eine Sprecherin der Behörde am Montag in Cottbus mitteilte. Dieser Abschnitt führt von der Landesgrenze Mecklenburg-Vorpommern durch die Landkreise Uckermark, Barnim, Märkisch-Oderland und Oder-Spree.
Die OPAL wird die geplante Ostseepipeline «Nord Stream» mit dem europäischen Ferngasleitungsnetz verbinden und soll über eine Strecke von 470 Kilometern von Lubmin in Mecklenburg-Vorpommern durch Brandenburg und Sachsen nach Tschechien führen. In Brandenburg wird die Leitung etwa 270 Kilometer lang sein.
«Der Planfeststellungsbeschluss legt alle Details für den Bau und späteren Betrieb der Erdgaspipeline fest», sagte LBGR-Präsident Klaus Freytag. Die Einwände, die insbesondere Fragen der Entschädigung und der grundsätzlichen Rechtfertigung des Vorhabens betroffen hätten, seien geprüft und gegeneinander abgewogen worden. Im Ergebnis des Verfahrens sei dem Antrag der Wingas AG «mit umfänglichen Auflagen entsprochen» worden.
Die Entscheidung zum südlichen Brandenburger Abschnitt der Erdgastrasse steht den Angaben zufolge wegen der Diskussion um den Verdichterstandort in Radeland noch aus. In der Mark muss eine Verdichterstation gebaut werden, um den Transportdruck aufrechtzuerhalten. Nach Protesten von Bürgerinitiativen gegen den ursprünglich geplanten Bau der Station in Groß Köris bei Königs Wusterhausen waren weitere Varianten geprüft worden, darunter der Standort Radeland bei Baruth/Mark.
Ebenfalls Lesenswert:
- Bergamt Cottbus genehmigt letzten Teilabschnitt für Erdgas-Pipeline
- Die Erdgasleitung Opal ist fertig
- Erster Abschnitt der A 14 durch Brandenburg genehmigt
- Bau der OPAL-Erdgastrasse beginnt
- Erdgasleitung Opal wird fertiggestellt
