Weiterer Widerstand gegen Kraftwerksbau in Lubmin angekündigt
Lubmin (ddp-nrd). Gegner des umstrittenen Kraftwerksbaus in Lubmin haben weiteren Widerstand gegen das Projekt angekündigt. Offenbar wollten sich nach dem Rückzug des dänischen Energiekonzerns Dong Energy noch immer Unbelehrbare nicht von einem Steinkohlekraftwerk verabschieden, sagte Arndt Müller vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) am Sonntag. Bürgerinitiativen und Umweltverbände wollten sich gegen die angekündigte Suche nach einem neuen Investor mit aller Kraft zur Wehr setzen.
«Wir verstehen nicht, woher die verbliebenen Investoren ihren Optimismus nehmen», sagte Müller. Das jahrelange Hin und Her, die fortwährenden Nachforderungen der Behörden und die Ablehnung in der Region hätten klipp und klar bewiesen, dass ein Kohlekraftwerk an diesem Standort nicht genehmigungsfähig sei. Unter anderem habe sich auch die Tiroler Wasserkraft AG (TIWAG), die sich ursprünglich mit 150 Millionen Euro am Kraftwerk Lubmin beteiligen wollte, von dem Projekt verabschiedet.
CDU-Politiker in Mecklenburg-Vorpommern hatten in den vergangenen Tagen die Suche nach einem neuen Investor gefordert. Zuvor hatte die Projektgesellschaft Dong Energy Kraftwerke Greifswald & Co. KG mitgeteilt, ihre Anträge zum Bau des Kraftwerks vorerst nicht zurückzuziehen und nach anderen Lösungen zu suchen. Eine Woche zuvor hatte Dong Energy angeblich wegen mangelnder politischer Unterstützung seinen Rückzug aus dem mehr als zwei Milliarden Euro kostenden Kraftwerksbau bekanntgegeben.
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