Land will Mehrheit am HTI Peenemünde übernehmen

Schwerin (ddp-nrd). Das Land will sich mehrheitlich am bislang in kommunaler Trägerschaft befindlichen Historisch-Technischen Informationszentrum (HTI) Peenemünde beteiligen. Das Kabinett habe am Dienstag beschlossen, 51 Prozent der Anteile an der Historisch-Technisches Museum Peenemünde GmbH zum 1. Januar 2010 zu übernehmen, um den Fortbestand langfristig zu sichern, teilte Kultusminister Henry Tesch (CDU) in Schwerin mit. Diesem Vorhaben müsse noch der Landtag zustimmen.

Neben einer stärkeren finanziellen Unterstützung des Museums ist Tesch zufolge auch eine inhaltliche Neuausrichtung geplant. Die Teile des Museums, die sich mit der NS-Heeresversuchsanstalt in Peenemünde beschäftigen, sollen räumlich stärker von den Relikten aus der DDR-Vergangenheit, wie beispielsweise ausgestellter Militärtechnik, getrennt werden.

Außerdem sieht das neue Konzept vor, weitere Denkmäler und Teile von Gebäuden auf dem Museumsgelände der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. So soll unter anderem die frühere Kraftwerkshalle in Zukunft in Gänze besichtigt werden können.

Nach Ministeriumsangaben wäre das Museum ohne die Hilfe des Landes auf Dauer nicht zu halten gewesen. Es bestehe ein Sanierungsbedarf von fünf Millionen Euro, außerdem fehle es an Personal. Im Januar oder Februar solle mit dem Umbau begonnen werden. Wann die Arbeiten abgeschlossen sind, sei noch nicht klar. Das Museum werde durchgehend geöffnet bleiben.

Das HTI im Norden der Insel Usedom gilt als Gedenkstätte und mit jährlich rund 200 000 Besuchern als eines der erfolgreichsten Museen in Mecklenburg-Vorpommern. Es dokumentiert in einem Ausstellungskomplex am stillgelegten Kraftwerk die Geschichte der früheren Heeresversuchsanstalt und der deutschen Raumfahrtforschung.

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Montag, 21. Mai 2012

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