NDR: Hegemann-Beschäftigten drohen größere Einschnitte

Wolgast/Stralsund (ddp-nrd). Den Beschäftigten der finanziell angeschlagenen Hegemann-Werften in Wolgast und Stralsund drohen offenbar größere Einschnitte. Wie NDR 1 Radio MV am Freitag berichtete, wollen die Sanierer - die Hamburger K&H Business GmbH und die KMPG Wirtschaftsberatungsgesellschaft - noch vor Weihnachten mit der IG Metall und den Betriebsräten über eine weitreichende Kürzungsliste verhandeln. An beiden Standorten sollen demnach wegen angeblich fehlender Aufträge und Überkapazitäten 600 der rund 2000 Arbeitsplätze gestrichen werden. Bisher war von 400 die Rede. Der Sender beruft sich auf einen Vertragsentwurf, der ihm vorliege.

Daraus gehe hervor, dass die übrigen Mitarbeiter bis Ende 2012 auf Tariferhöhungen, Weihnachts- und Urlaubsgeld verzichten und ihre Löhne monatlich um 100 Euro gekürzt werden sollen. Die Sanierer schlagen dem Bericht zufolge den Gewerkschaften ab März eine Transfergesellschaft für die vom Stellenabbau betroffenen Werftarbeiter vor. Sollte kurzfristig doch ein größerer Arbeitskräftebedarf entstehen, könnte der über Leiharbeiter abgedeckt werden. Die IG Metall kündigte laut NDR massiven Widerstand gegen die Pläne an.

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Montag, 21. Mai 2012

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