Forschungsprojekt zur Behandlung schwerer Hauterkrankungen gestartet

Teterow (ddp-nrd). Patienten mit schweren chronischen und Blasen bildenden Hautimmunkrankheiten sollen künftig mit einem schonenden Blutreinigungsverfahren behandelt werden. Dafür will die Teterower Biotechnologiefirma Miltenyi Biotec in Zusammenarbeit mit der Greifswalder Universitätshautklinik eine Adsorbertechnologie entwickeln, mit der krankmachende Antikörper gezielt aus dem Blut der Patienten herausgefiltert werden können. Das am Freitag gestartete Verbundforschungsprojekt wird vom Land mit 2,45 Millionen Euro gefördert, wie Wirtschaftsminister Jürgen Seidel (CDU) in Teterow mitteilte.

Das Verfahren soll nach Angaben des Greifswalder Dermatologen Michael Jünger vor allem Patienten mit lebensbedrohlichen Hauterkrankungen wie Blasensucht (Pemphigus vulgaris) und bullöser Pemphigoid zugute kommen. Auch Menschen mit schwerer Neurodermitis könnte mit den schnellen und schonenden Therapieverfahren geholfen werden, sagte er. Experten rechnen damit, dass die neuen Filtersysteme zur Separation krankmachender Antikörper in fünf bis sieben Jahren zur Verfügung stehen werden.

(folgt Zusammenfassung bis 13.00 Uhr; ca. 50 Zeilen)

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