Backhaus will verbindliches Klima-Abkommen in Kopenhagen

Schwerin (ddp-nrd). Umweltminister Till Backhaus (SPD) hat sich für die Festschreibung eines verbindlichen Nachfolgeabkommens des Kyoto-Protokolls auf der Klimakonferenz in Kopenhagen ausgesprochen. Nur wenn es gelänge, die Erderwärmung langfristig auf maximal zwei Grad Celsius zu beschränken, blieben katastrophale Klimaänderungen höchstwahrscheinlich aus, sagte Backhaus am Freitag in Schwerin.

Neben dem verstärkten Einsatz regenerativer Energien sei unter anderem auch der Moorschutz von großer Bedeutung. Durch die gezielte und intelligente Wiedervernässung von Mooren könne eine erhebliche Menge an Treibhausgasen eingespart werden, sagte Backhaus. Er freue sich, dass auf der Konferenz in Kopenhagen auch darüber gesprochen werden soll, wie der Moorschutz künftig global eine größere Rolle spielen könnte.

Laut dem Statistischen Amt Mecklenburg-Vorpommern ist der Nordosten nur für einen vergleichsweise geringen Teil der Treibhausgasemissionen in Deutschland verantwortlich. So stammten im Jahr 2005 nur rund ein Prozent der Kohlendioxid-Emissionen, zehn Prozent der Distickstoffoxid-Emissionen und vier Prozent der Methan-Emissionen aus Mecklenburg-Vorpommern.

Die UN-Weltklimakonferenz findet vom 7. bis 18. Dezember in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen statt. Ziel ist eine Regelung für die Zeit nach 2012, wenn das 1997 beschlossene Kyoto-Protokoll ausläuft.

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Donnerstag, 02. September 2010

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