Lebensmittelkontrolleure nehmen Backzutaten unter die Lupe
Rostock (ddp-nrd). Lebensmittelkontrolleure im Rostocker Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelüberwachung und Fischerei (LaLLF) überprüfen zurzeit vor allem handelsübliche Zutaten für die Weihnachtsbäckerei. Nüsse, Rosinen und Gewürze, aber auch Weihnachtsgebäck und Obst bis hin zu Glühwein werden einer aufwendigen Analyse unterzogen, wie die zuständige Abteilungsleiterin, Cornelia Trapp, sagte. In den vergangenen Jahren habe es einzelne Probleme zum Beispiel mit Zimt und Bittermandeln gegeben, in diesem Jahr seien alle Proben bislang ohne Beanstandungen geblieben, sagte Trapp.
Rund 100 Kontrolleure im Rostocker Landesamt testen jährlich bis zu 9000 Lebensmittel. Die Proben werden von Mitarbeitern der Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsämter der Kreise von Herstellern und Großhändlern, aber auch vom Einzelhandel eingefordert oder eingekauft und nach Rostock geschickt. Bei 12 bis 15 Prozent aller Proben werden Unregelmäßigkeiten festgestellt, gesundheitsgefährdende Risiken seien aber die Ausnahme, betonte Trapp. Oft gehe es um die Verletzung der Kennzeichnungspflicht. So werden immer wieder Zusatzstoffe nur unzureichend oder gar nicht deklariert.
Bei gefährdenden Lebensmitteln werde über ein Schnellwarnsystem EU-weit Alarm geschlagen und darauf gedrungen, dass der betroffene Artikel umgehend vom Markt genommen werde. Verbraucher könnten sich unter anderem über das Landesamt über aktuelle Warnungen informieren, sagte Trapp. Funktioniert hat das beispielsweise im vergangenen Jahr mit Zutaten wie Zimt, der unter anderem bei Zimtsternen oder auch Lebkuchen verarbeitet wird. In einigen Proben waren erhöhte Cumarin-Werte festgestellt worden. Bei Bittermandeln waren die Experten häufig auf zu hohe Blausäurewerte gestoßen.
(folgt Korrespondentenbericht, ca 50 Zeilen, bis 11.00 Uhr)
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