Fischkutter mit Leine im Schiffspropeller geborgen
Markgrafenheide (ddp-nrd). Ein manövrierunfähiger Schiffskutter ist vor der Ostseeküste nahe Warnemünde von Seenotrettern geborgen worden. Das Schiff mit zwei Fischern an Bord hatte sich am Dienstag eine Leine in den Propeller gezogen und drohte, ans Ufer von Markgrafenheide zu abtreiben, wie die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) am Mittwoch mitteilte. Die Seenotretter schossen eine Schleppleine zum Havaristen und zogen das 24 Meter lange Schiff zur Reparatur in den Hafen. Die Besatzung überstand den Notfall unbeschadet.
Zur Unglückszeit habe kräftiger auflandiger Wind geherrscht, sagte ein Sprecher der DGzRS. Statt längsseits am Schiff anzulegen, hätten sich die Seenotretter deshalb entschieden, aus einer Entfernung von etwa 50 Metern ein Versorgungsseil zum Kutter zu schießen. Diese Art der Hilfe mit einem Leinenschießapparat sei mit 140 Jahren so alt wie die Seenotrettung selbst, sagte der Sprecher. Alle Schiffe der DGzRS seien damit ausgerüstet.
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