Letzte Großteile für Fusionsanlage «Wendelstein 7 X» eingetroffen
Greifswald (ddp-nrd). Im Greifswalder Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) sind die letzten Großkomponenten für die Montage der künftigen Fusionsanlage «Wendelstein 7-X» eingetroffen. Damit sei die industrielle Herstellung der wichtigsten Hauptteile der weltweit bislang größten sogenannten Stellerator-Anlage zur Erforschung der Kernfusion abgeschlossen, teilte die Max-Planck-Gesellschaft am Mittwoch mit.
In den nächsten fünf Jahren sollen die jeweils bis zu 14 Tonnen schweren Stahlsegmente, darunter 70 riesige Magnetspulen, massive Stützsysteme und zahlreiche Plasmagefäßteile zu einem ringförmigen Schlauch von 16 Metern Durchmesser zusammengesetzt werden, wie eine Institutssprecherin mitteilte. Mit «Wendelstein 7-X» sollen industrielle Prozesse eines Fusionskraftwerks getestet werden, in dem ein Wasserstoffplasma in Magnetfeldern eingeschlossen und auf über 100 Millionen Grad aufgeheizt wird. Ziel ist es, Kernfusionsprozesse wie sie auch auf der Sonnenoberfläche geschehen, für die Energieproduktion zu nutzen.
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