Land will Schwangerschaftsberatungen weiter fördern
Schwerin (ddp-nrd). Mecklenburg-Vorpommern will die Beratungsstellen für Schwangere in den kommenden zwei Jahren mit rund sechs Millionen Euro fördern. Die Schwangerschafts- und Schwangerschaftskonfliktberatung sei unverzichtbar und müsse für alle Ratsuchenden leicht erreichbar sein, sagte Sozialministerin Manuela Schwesig (SPD) am Mittwoch in Schwerin. Soziale Familienpolitik beginne bereits, bevor ein Kind zur Welt komme.
Die derzeit 40 Stellen im Land hätten sich mit ihrer umfangreichen sozialrechtlichen und finanziellen Beratung einen guten Ruf erworben, sagte Schwesig. Mit rund 30 000 Gesprächen erreichten sie etwa 15 000 Menschen pro Jahr. Die Tatsache, dass im Durchschnitt jeder Ratsuchende zweimal zum Gespräch komme, zeige, «dass es bei der Schwangerschaftsberatung um sehr viel mehr geht als um das Ausfüllen einer Bescheinigung», sagte die Ministerin.
Der Gesetzentwurf sieht eine Erhöhung der Förderung von 2,7 Millionen auf drei Millionen Euro jährlich vor. Dies ergebe sich aus einer Tarifsteigerung, eine inhaltliche Änderung der Ausstattung sei nicht geplant, teilte das Sozialministerium mit. Der Entwurf ist Teil des Doppelhaushalts 2010/2011, der am 16. Dezember im Landtag beschlossen werden soll.
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