Köhler fordert von Wissenschaftlern mehr Engagement in Hochschullehre

Rostock (ddp-nrd). Bundespräsident Horst Köhler hat Wissenschaftler zu einem größeren Engagement in der Hochschullehre aufgefordert. Das müsse Pflicht, nicht nur Kür sein, sagte Köhler am Donnerstag in Rostock auf der Jahrestagung der Leibniz-Gesellschaft. «Forschungsnahe Lehre ist nun einmal die wichtigste Voraussetzung für wissenschaftlichen Nachwuchs», betonte Köhler. Im weltweiten Wettbewerb um die besten Ideen werde Deutschland nur dann führend bleiben, wenn es gelinge, mehr exzellenten Nachwuchs für die Wissenschaft zu gewinnen.

Gleichzeitig bestärkte der Bundespräsident Einrichtungen wie die Leibniz-Gemeinschaft darin, von Bund, Ländern und der EU einzufordern, «was gute Wissenschaft braucht: Köpfe, Freiheit und Geld». Bund und Länder hätten «Handlungskraft bewiesen» mit der Vereinbarung, die Exzellenzinitiative und den Pakt für Forschung und Innovation fortzuschreiben und aufzustocken. Diesen Kraftakt für die Wissenschaft gelte es, nun zu meistern. Mitarbeiter der Forschungseinrichtungen könnten das erleichtern, indem sie «möglichst viel aus den neuen Mitteln machen», sagte Köhler.

Der Leibniz-Gemeinschaft dankte Köhler für die Integration vieler ostdeutscher Institute der ehemaligen Akademie der Wissenschaften. Die Einrichtungen hätten sich als Bereicherung für die gesamtdeutsche Wissenschaft erwiesen. Viele Institute seien zu regionalen Kraftquellen geworden, aus denen sich Hochschulen ebenso stärkten wie die örtliche Wirtschaft, lobte Köhler.

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Donnerstag, 09. Feber 2012

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