Kaum Hoffnung für Gläubiger des insolventen Volkssolidarität-Fonds

Schwerin/Rostock (ddp-nrd). Nach der Insolvenz zweier Immobilienfonds der Volkssolidarität haben sich am Donnerstag in Rostock rund 250 Anleger auf einer ersten Gläubigerversammlung über die finanzielle Situation der Gesellschaften informiert. Insolvenzverwalter Herbert Hülsbergen habe den Geschädigten jedoch kaum Hoffnung gemacht, dass sie das investierte Geld zurückbekämen, sagte Axel Drückler von der Neuen Verbraucherzentrale in Schwerin, der als Fachberater für Finanzdienstleistungen mehrere Hundert Betroffene in Rostock vertrat.

Hülsbergen habe klar gemacht, dass bei der Volkssolidarität-Sozial-Immobilienfonds GmbH & CO. KG kaum noch Geld vorhanden sei, sagte Drückler. Lediglich beim Verkauf einiger Immobilien sei noch mit Erlösen zu rechnen, diese würden jedoch komplett von der HSH Nordbank beansprucht.

In einer zweiten Gläubigerversammlung am Donnerstagnachmittag wollte Hülsbergen über die Situation bei der ebenfalls insolventen Volkssolidarität-Sozial-Immobiliengesellschaft mbH berichten. Hier bestehe eventuell auch für die privaten Anleger noch die Hoffnung, dass sie etwas zurückbekämen, da angeblich noch Teile des Geldes vorhanden seien, sagte Drückler.

Insgesamt rund 1500 Anleger hatten in die beiden Fondsgesellschaften, zu deren Gesellschaftern die Kreisverbände der Volkssolidarität in Mecklenburg-Mitte und Rostock-Land/Bad Doberan gehörten, knapp sieben Millionen Euro investiert. Den meist älteren Betroffenen war neben guten Renditen eine bevorzugte Behandlung etwa in Altersheimen der Volkssolidarität versprochen worden.

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Donnerstag, 09. Feber 2012

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