Weltumsegler Lüchtenborg muss nach Schiffbruch Zwangspause einlegen
Wellington (ddp-nrd). Der Wismarer Weltumsegler Bernt Lüchtenborg muss wegen Schiffbruchs eine Zwangspause einlegen. Nach einem Ruderschaden auf offener See südwestlich von Neuseeland sei er am Sonntag von einem Rettungsboot eines Kreuzfahrtschiffes von seiner Jacht geborgen worden, hieß es am Donnerstag auf seiner Website. Sein Segelboot sei auch mit dem Notruder nicht mehr zu steuern gewesen und bei starken Winden und hohem Seegang manövrierunfähig auf dem Meer getrieben.
Von Neuseeland aus werde er die Bergung seiner Expeditionsjacht organisieren, die er auf See zurücklassen musste. Auf dem Festland wolle er sie reparieren lassen und anschließend seinen Törn fortsetzen. Das Projekt sei «trotz des technischen Stopps nicht beendet, sondern geht, wenn auch in anderer Form, weiter», wurde Lüchtenborg auf der Website zitiert.
Der 55-Jährige war im Juni in Wismar zu einer doppelten Nonstop-Weltumsegelung aufgebrochen. Er wollte ohne Begleitung einmal mit und einmal gegen den Wind um die Südhalbkugel segeln, ohne dabei in einem Hafen anzulegen. An Bord angebrachte Sonden sollten während der 65 000 Seemeilen umfassenden Fahrt Meeresdaten für das Leibniz-Institut für Ostseeforschung (IOW) in Warnemünde sammeln.
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