Zahl der Grippe-Neuinfektionen innerhalb einer Woche verdreifacht
Rostock (ddp-nrd). Die Zahl der Schweinegrippe-Neuinfektionen in Mecklenburg-Vorpommern hat sich innerhalb einer Woche nahezu verdreifacht. In der vergangenen Woche seien rund 600 neue Krankheitsfälle gemeldet worden, sagte eine Sprecherin des Landesamtes für Gesundheit und Soziales (LAGuS) am Montag. Eine Woche zuvor waren es noch 230 neue Fälle von H1N1. Experten gehen jedoch von einer sehr hohen Dunkelziffer aus.
Derzeit zirkulierten fast ausschließlich Schweinegrippe-Viren, sagte Martina Littmann, Leiterin der Abteilung Gesundheit im LAGuS. Lediglich bei einem Dutzend der Patienten sei seit Herbst die saisonale Grippe diagnostiziert worden. Deshalb würden nicht mehr alle Krankheitsfälle mit Grippesymptomen im Labor untersucht. Eine Labordiagnostik werde insbesondere empfohlen bei schweren Verläufen, Risikopatienten wie Schwangeren oder chronisch Kranken. Auch bei Hinweisen auf eine Grippewelle in Gemeinschaftseinrichtungen oder beispielsweise bei Beschäftigten im Gesundheitswesen wird zu Labortests geraten, wie Littmann sagte.
Seit dem Ausbruch der Schweinegrippe im Frühjahr wurden in Mecklenburg-Vorpommern rund 1300 Kranke registriert. Es gab einen Todesfall, wobei nicht abschließend geklärt werden konnte, ob die 56-jährige Patientin an den Folgen mehrerer schwerer Vorerkrankungen oder am Grippevirus starb. Alle anderen Fälle verliefen relativ mild, bislang mussten 60 Patienten in Krankenhäusern behandelt werden begeben. Fast die Hälfte der Erkrankungen (44 Prozent) wurde in der Altersgruppe der 5- bis 14-Jährigen registriert, danach folgte die Altersgruppe der 15- bis 24-Jährigen mit 24 Prozent.
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