Rückgang der Schülerzahl schwächt sich ab
Schwerin (ddp-nrd). Der Rückgang der Schülerzahl an den allgemeinbildenden Schulen in Mecklenburg-Vorpommern hat sich erstmals seit 15 Jahren deutlich abgeschwächt. Mit rund 127 100 Schülern an 585 Schulen sei 2009 zwar ein neues Rekordtief erreicht worden, das Minus von einem Prozent gegenüber 2008 sei aber der niedrigste Wert seit 1994, teilte das Statistische Amt am Montag in Schwerin mit. 1991 lag die Schülerzahl noch bei knapp 287 700 in 971 Schulen. Ursachen für den Abwärtstrend sind die geburtenschwachen Jahrgänge und die Wiedereinführung des Abiturs nach zwölf Schuljahren.
Die Entwicklung verläuft laut Statistik in den einzelnen Jahrgangsstufen unterschiedlich. So legte die Zahl der Kinder in den unteren und mittleren Jahrgangsstufen im Vorjahresvergleich fast überall leicht zu, was auf die seit Mitte der 90er Jahre wieder gestiegene Geburtenrate zurückzuführen ist. Lediglich die Zahl der Erstklässler nahm um 1,7 Prozent und die der Zweitklässler um drei Prozent ab.
Die Schülerzahlen in den oberen Jahrgangsstufen sind erneut deutlich rückläufig. Der massive Geburteneinbruch nach der Wende zeichnet für das niedrige Niveau verantwortlich. In den Klassen zehn und elf liegt das Minus gegenüber dem Vorjahr bei 10,1 beziehungsweise 12 Prozent. In Klasse zwölf fiel die Schülerzahl um 26 Prozent geringer aus.
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