Bockhahn: Linke muss Führungsfrage vor NRW-Wahl lösen

Rostock (ddp-nrd). Der Landesvorsitzende der Linken, Steffen Bockhahn, hat sich für eine rasche Lösung der Führungsfrage in seiner Partei ausgesprochen. Es müsse «zwingend noch vor der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen» geklärt werden, «welche Frau oder welcher Mann» die Linke künftig führen solle, sagte der Rostocker Bundestagsabgeordnete der «Ostsee-Zeitung (Freitagausgabe).

Bockhahn distanzierte sich zugleich vom Thüringer Linken-Fraktionschefs Bodo Ramelow, der im Zusammenhang mit der Krebserkrankung von Oskar Lafontaine dazu aufgerufen hatte, in der Partei über die Zeit nach Lafontaine nachzudenken. Eine solche Diskussion komme in der gegenwärtigen Situation »total zur Unzeit«, sagte Bockhahn. Er halte auch nichts von der von Ramelow vorgeschlagenen doppelten Quotierung an der Spitze der Linkspartei, Mann oder Frau beziehungsweise Ost und West.

Bockhahn geht davon aus, dass beide Vorsitzende der Linken, Lafontaine sowie Lothar Bisky, an der Personaldebatte teilnehmen werden. »Es wäre beispiellos illoyal, wenn die Personaldebatte ohne die gewählten Parteivorsitzenden stattfinden würde”, sagte Bockhahn. Eine Woche nach der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen wird die Linkspartei am 15./16. Mai 2010 in Rostock ihren Parteitag abhalten, auf dem neben der Personaldebatte auch die Programmdiskussion eröffnet werden soll.

Ramelow hatte einen Generationenwechsel in der Linke-Spitze ins Gespräch gebracht. Hochrangige Linke-Politiker aus Bund und Ländern warfen ihm daraufhin schlechten Stil vor. Nach der heftigen Kritik aus den eigenen Reihen schwächte Ramelow seine Aussagen über eine mögliche Nachfolge des erkrankten Parteichefs Lafontaine ab.

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Montag, 21. Mai 2012

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